Donnerstag, 24. März 2011

die tröstliche tragödie

TIEFEN
Die Gesellschaft schlitzt mich auf.
Nimmt mich aus, macht mich krank
höre ich mich fluchen - lächerlich.
Welche Gesellschaft frag ich mich da.
Ich bin doch alleine.
Hier in meiner Wohnung.
Da sitz ich doch alleine drin.
Habe so alte Holzdielen da wohnt einiges drin.
Da bin ich mir sicher..also bin ich doch in
Gesellschaft gesellschaftlich.
Fühl mich eigentlich ganz wohl.
Draußen spielt sich der Rest ab.
Das Leben nehme ich an.
das Leben spielt sich da so ab.
Sagt man ja so.

EBENEN
Dann sitze ich eben in einer kleinen
Eineinhalbzimmerwohnung und liege halb
auf dem Tisch während es um mich herum müllt.
Dann werden meine Füße eben kalt vom vielen
Rauchen und ich würde sie am liebsten ab -
schneiden. Betrachte dies als sinnvoll.
Dann habe ich eben Angst vor nem Herzinfarkt
und bin paranoid. Dann traue ich mich eben
nicht mehr vor die Tür und ans Telefon.
Ich verändere mich eben nicht mehr.
Ich bleibe so. Eben. Auf ewig.

SPITZEN
Gesellschaftsgefickt, ja bin ich.
Heute einer der Tage an denen
es aus tausend Löchern hallt:
So ist nun mal das Leben.
Hätte ich einen spitzen Gegenstand
in Reichweite, ich würde
diese Stadt aufschlitzen!

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