Franczek. Bernard Franczek. Bernard - ohne h, also eigentlich Bernard (spricht es französisch aus).
Bin ja eigentlich auch französischer Herkunft. Will heißen halb französisch, halb polnisch.
Kennen Sie Napoleon? (schnalzt mit der Zunge)
Mittwoch, 26. Januar 2011
Montag, 10. Januar 2011
Der Tag des Herrn X
In drei Tagen habe ich Geburtstag, ich werde alt.
Ich sitze halbnackt an einem Tisch in einem Innenstadtcafe.
(Sehr modern). Ich habe einen Cappuccino bestellt, der seit zehn Minuten auf sich warten lässt. Mit mir sitzen noch genau vier andere Gäste hier in diesem Cafe. Um genau zu sein zwei Paare. Keine Liebespaare. Ich meine vier Menschen zu jeweils zwei. Also zwei Minigrüppchen sozusagen.Interessiert mich nicht. Ich sitze unruhig und streiche immer wieder die Tischdecke glatt, denn ich bin nun mal so. Ich bin so einer, ja, so einer mit Zahlen. Einige Leute sagen ich schaue manchmal krank in der Gegend rum. Aber das sieht nur so aus, das ist weil ich zählen muss.Es ist eine von diesen Tischdecken aus einem sehr unangenehmen Material, das sich anfässt wie Creppapier, mit dem wir früher im Kindergarten gebastelt haben. Bastelstunde bei Frau Reinert. Ich habe eine Schere in der Hand. Ich schließe die Augen und halte mir die Schere vom Körper und schnappe sie auf und wieder zu. Auf und wieder zu. Ich spüre den Windstoß an meiner Haut, während ich mit der Schere rumfuchtel. In der Luft. Von links nach rechts und wieder zurück. In der Luft. Ein Mädchen deren Namen ich vergessen habe, sie hat schulterlange braune Haare und ist, so wie ich, circa - es müssten fünf Jahre, ja fünf - fünf Jahre alt, hält aus unerklärlichen Gründen ihren Finger hin und die Schere erwischt sie, sie blutet. Das erste Blut meines Lebens, vielleicht auch das zweite. Vielleicht das erste Blut ihres Lebens. Vielleicht. Vielleicht eine Verbindung denk ich mir da so. Das ist eine meiner ersten Erinnerungen. Ich bin auch mal kopfüber vom Dreirad gefallen. Aber das ist eine komplett andere Geschichte.Ich streiche immernoch über die klebrige Tischdecke. Der Cappuccino kommt angewackelt - schulterlange braune Haare, adrett. Wo ich denn herkäme. Ich war unterwegs gewesen - leider. Einer von diesen Tagen an dem man den Himmel nicht sieht, nur graue Schlieren. Einer der Tage, an dem man sich wünscht, dass es endlich anfängt zu regnen, damit man weiß dass da oben verdammt nochmal der Himmel ist.
"Entschuldige bitte. Meine Hände sind feucht."
Ich sitze halbnackt an einem Tisch in einem Innenstadtcafe.
(Sehr modern). Ich habe einen Cappuccino bestellt, der seit zehn Minuten auf sich warten lässt. Mit mir sitzen noch genau vier andere Gäste hier in diesem Cafe. Um genau zu sein zwei Paare. Keine Liebespaare. Ich meine vier Menschen zu jeweils zwei. Also zwei Minigrüppchen sozusagen.Interessiert mich nicht. Ich sitze unruhig und streiche immer wieder die Tischdecke glatt, denn ich bin nun mal so. Ich bin so einer, ja, so einer mit Zahlen. Einige Leute sagen ich schaue manchmal krank in der Gegend rum. Aber das sieht nur so aus, das ist weil ich zählen muss.Es ist eine von diesen Tischdecken aus einem sehr unangenehmen Material, das sich anfässt wie Creppapier, mit dem wir früher im Kindergarten gebastelt haben. Bastelstunde bei Frau Reinert. Ich habe eine Schere in der Hand. Ich schließe die Augen und halte mir die Schere vom Körper und schnappe sie auf und wieder zu. Auf und wieder zu. Ich spüre den Windstoß an meiner Haut, während ich mit der Schere rumfuchtel. In der Luft. Von links nach rechts und wieder zurück. In der Luft. Ein Mädchen deren Namen ich vergessen habe, sie hat schulterlange braune Haare und ist, so wie ich, circa - es müssten fünf Jahre, ja fünf - fünf Jahre alt, hält aus unerklärlichen Gründen ihren Finger hin und die Schere erwischt sie, sie blutet. Das erste Blut meines Lebens, vielleicht auch das zweite. Vielleicht das erste Blut ihres Lebens. Vielleicht. Vielleicht eine Verbindung denk ich mir da so. Das ist eine meiner ersten Erinnerungen. Ich bin auch mal kopfüber vom Dreirad gefallen. Aber das ist eine komplett andere Geschichte.Ich streiche immernoch über die klebrige Tischdecke. Der Cappuccino kommt angewackelt - schulterlange braune Haare, adrett. Wo ich denn herkäme. Ich war unterwegs gewesen - leider. Einer von diesen Tagen an dem man den Himmel nicht sieht, nur graue Schlieren. Einer der Tage, an dem man sich wünscht, dass es endlich anfängt zu regnen, damit man weiß dass da oben verdammt nochmal der Himmel ist.
"Entschuldige bitte. Meine Hände sind feucht."
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